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Die Sandstrahlgebläse, welche in den beiden letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts in Deutschland mehr und mehr eingeführt wurden, fanden zunächst nur zum Verzieren, Ätzen und Mattmachen von Glas Verwendung. Bald zeigte sich aber, daß sie auch zu anderen Zwecken vorteilhaft verwendet werden konnteu. Infolgedessen eroberten sie sich immer neue Arbeitsgebiete in den verschiedensten Gewerben. Die technischen Vorzüge der Sandstrahlgebläse sind jetzt allgemein anerkannt, es hat sich aber auch herausgestellt, daß sie für die Ge sundheit der daran tätigen Arbeiter recht bedenklich sein können. Ihre Wirkungsweise und die Art ihrer Verwendung bringt es mit sich, daß beim Arbeiten damit große Mengen von Staub entstehen, deren Einwirkung sich die Arbeiter ohne weiteres gar nicht entziehen kön nen. Der Staub besteht zum großen Teil aus feinsten Trümmern des Sandes, also aus reiner kristallinischer Kieselsäure. Er gehört daher zu den gefährlichen Staubarten. Die schlimmen Wirkungen dieses Staubes werden durch die Abhandlung von Dr. med. Ern e s tin e Müller, "Pneumoconiose bei Arbeitern eines Sandgebläses", Zentral blatt für Gewerbehygiene 1928, S. 148, eindringlich vor die Augen geführt. Die Gewerbeaufsichtsbeamten haben auch schon bald nach der Einführung der Sandstrahlgebläse die Gefahr erkannt, denen die Ar beiter dabei ausgesetzt sind, und nachdrücklich darauf hingewirkt, daß der Staub beseitigt wird oder die Arbeiter in anderer Weise ge schützt würden.