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Trio Mediaeval - die drei Skandinavierinnen deren Gesang "einen Klang von außerordentlicher und tröstlicher Schönheit" produziert, wie der Boston Globe schrieb - offerieren mit ihrem sechsten (nach dem Nordwind Aquilonis benannten) ECM-New-Series-Album polyphone Musiken vom Mittelalter bis zur Moderne. Man kann im Albumtitel eine Anspielung sowohl auf die nordischen Wurzeln der Sängerinnen als auch auf die erfrischende Reinheit ihrer Stimmen sehen, überdies vollzieht das Repertoire des Albums eine Reise von Island nach Italien, von Nord nach Süd, eben wie der Wind Aquilonis. Bei seinem Umgang mit mittelalterlichen isländischen Gesängen begleitet das Trio Mediaeval seine Stimmen mit zurückhaltender Instrumentierung. Die Gruppe hat zudem italienische Sakralmusiken aus dem 12. Jahrhundert und englische Lieder aus dem 15. Jahrhundert für sich arrangiert. Aus der heutigen Zeit kommen Werke des Schweden Anders Jormin, des Amerikaners William Brooks und des Engländers Andrew Smith hinzu. In seinen Liner Notes beschreibt John Potter - ehemals Tenor im Hilliard Ensemble und langjähriger Mentor des Trio Mediaeval - treffend die Fähigkeit der Gruppe "eine Synthese aus Klang und Atmosphäre zu schaffenGeschichte und Geographie gehen nahtlos ineinander über".