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Der Sophienlust Bestseller darf als ein Hohepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schonen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer gro en Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zuruck. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem spater einmal, mit Erreichen seiner Volljahrigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehoren wird. Joschi Wilke wusste genau, was ihn daheim erwartete, wenn er nicht punktlich zum Mittagessen erschien. Aber das war ihm momentan gleichgultig. Wenn er an das Gezeter seiner Tante Anna dachte, stieg Unmut in ihm hoch. Und Onkel Fritz tat stets das, was seine Frau wollte. Auch er machte ihm standig ungerechte Vorwurfe. Bruno war jedoch noch gemeiner zu ihm. Sein Vetter schikanierte ihn bei jeder Gelegenheit. Nein, es gefiel ihm gewiss nicht in der engen Mietwohnung des alten Hauses in der Maibacher Hauptstra e, und deshalb wurde er es heute einmal darauf ankommen lassen, dachte Joschi aufsassig. Es war ja Sonnabend, der Tag, an dem er nachmittags nicht im Gemuseladen arbeiten musste. Neulich hatte jemand gesagt, es sei eine Schande, dass seine Verwandten ihn zum Arbeiten schickten, obwohl seine Eltern ihm ein kleines Erbe hinterlassen hatten. Vom Vormundschaftsgericht bekamen sein Onkel und seine Tante das Unterhaltsgeld monatlich fur ihn uberwiesen. Andere Jungen mit zehn Jahren konnten nachmittags spielen. Aber er musste jeden Wochentag gleich nach der Schule zum Gemusehandler gehen und arbeiten. Erst abends hatte er Zeit fur seine Schularbeiten. Und seinen Verdienst musste er voll und ganz seiner Tante abliefern. Wenn er woanders leben konnte, wurde er nie mehr zu seinen Verwandten zuruckkehren. Tranen schossen in die dunklen Jungenaugen. Manchmal war Joschi schrecklich unglucklich, sodass er am liebsten geweint hatte. Dabei war er fruher so glucklich gewesen, als seine Eltern noch gelebt hatten. Vor zwei Jahren hatte er seinen Vater durch einen Betriebsunfall verloren, und seine Mutter war bald darauf ebenfalls gestorben.