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Robert Lepage gilt als einer der herausragenden zeitgenössischen Theaterregisseure Kanadas und genießt weltweit einen exzellenten Ruf als radikaler Erneuerer der Ausdrucksmöglichkeiten des Theaters. Seine fünf Spielfilme hingegen werden weit weniger rezipiert - zu Unrecht, denn Lepage demonstriert auch dort eine unbändige visuelle Inszenierungskraft und betört mit außergewöhnlichen formalen Einfällen. Dieses Buch widmet sich als erste deutschsprachige filmwissenschaftliche Studie dem Schaffen des frankokanadischen auteurs und analysiert die zentralen filmischen Motive Lepages mit Hilfe des methodischen Konzepts der Dialektik. Dabei wird ebenso der Lepages Werke prägende kulturelle und filmhistorische Kontext erörtert, wie verbindende Themen und Ästhetiken aufgezeigt. Die Frage nach der Intermedialität der Filme und ihr Beitrag zum Identitätsdiskurs Québecs vervollständigen den Text. Mikko Linnemann studierte Filmwissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und arbeitet freiberuflich als Autor und Filmemacher.
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