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In Die Augen der Kunst rekonstruiert Tatsuya sein Leben anhand der Beziehungen und Werke, die ihn geprägt haben. Von seiner Jugend in Tokio bis zu seiner Reife als Maler kehrt seine Erinnerung immer wieder zu den Menschen zurück, die seine Art zu lieben, Entscheidungen zu treffen und die Welt zu sehen veränderten. Was als künstlerische Suche beginnt, wird schließlich zu einer rätselhafteren Frage: Wie viel verstehen wir wirklich von dem, was unser Leben geformt hat?
Eine Bemerkung Ayumis über die drei Lieben begleitet Tatsuya über Jahrzehnte. Er versucht, seine eigene Geschichte in diese Theorie einzupassen, und gelangt zu der Überzeugung, dass die Kunst jenen Platz einnimmt, den Menschen nicht dauerhaft halten konnten. Doch sein bedeutendstes Werk, Die Augen der Kunst, weist ein rotes Zentrum auf, auf das drei Blicke zulaufen - und seine Bedeutung entzieht sich selbst seinem Schöpfer.
Mehr als die Geschichte vom Aufstieg eines Künstlers erkundet der Roman Erinnerung, Deutung, Verantwortung und Beziehungen, die sich einfachen Kategorien verweigern. Inwieweit versteht ein Schöpfer, was er geschaffen hat? Wie viel eines Lebens gehört den Entscheidungen, die wir treffen, und wie viel den Geschichten, mit denen wir sie später zu erklären versuchen?
Takeri Katsuhiro entwirft einen intimen Roman, in dem künstlerisches Schaffen und emotionales Erleben einander spiegeln, ohne abschließende Antworten zu liefern. Die Augen der Kunst beginnt mit einem einfachen Gedanken: Ein Werk kann Bedeutungen in sich tragen, die sein Urheber nicht sofort erkennt, und ein Leben gehorcht - wie ein Gemälde - nur selten den Kategorien, mit denen wir es zu ordnen versuchen.